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2004-2010 - 2005


Die 25 Quadratmetergroßen Fresken für das SHOA-Projekt sind fertiggestellt.

Sie ruhen jetzt im Kelleratelier und binden die nächsten Monate ab.

Anfang des Jahres werden die Abbildungen dieser Fresken hier erscheinen.


Ekkeland Götze, Dezember 2005





Im August und September werde ich ERDE in den Weinbergen des Prince Edward County am Ontariosee in Kanada sammeln.

In einer vorübergehend eingerichteten Werkstatt direkt am See möchte ich mit dieser ERDE Terragrafien drucken.

Diese Terragrafien werden das TERROIR sichtbar machen.


Wenn die Bedingungen es zulassen, wird die Aktion auf dieser Seite laufend aktuell dokumentiert..


Ekkeland Götze, August 2005





Anfang Mai 2005 reise ich nach Polen und ins Baltikum, um weitere ERDEN für das SHOA-Projekt zu gewinnen.

Wenn die Umstände es zulassen, werde ich schon während der Reise meine Eindrücke auf dieser Seite zeigen.


Ekkeland Götze, Mai 2005



Spiegel-Sprach


"Zwischen der simplen Richtigkeit der Nachricht, die er verschmäht, und der höheren Wahrheit der echten Erzählung, die ihm verschlossen bleibt, muß er [der Spiegel-Journalist] sich durchmogeln. Er muß die Fakten interpretieren, anordnen, modeln, arrangieren: aber eben dies darf er nicht zugeben ... allzu offensichtlich spekuliert eine solche Technik auf die Neugier des Schlüsselloch-Guckens, allzu penetrant macht sie Neid, üble Nachrede und Schadenfreude zu ihren Verbündeten." Geschrieben hat diese geradezu unheimlich aktuell anmutenden Sätze vor fast einem halben Jahrhundert Hans Magnus Enzensberger in seinem Essay "Die Sprache des Spiegels" (1957). Jüngstes Opfer unserer Bild-Zeitung für gehobene Stände ist der Münchner Konzeptkünstler Ekkeland Götze (Spiegel vom 4. 4. 2005, S. 172). Anlaß ist das neue, noch im Bau befindliche Zentrum der Münchner Jüdischen Gemeinde, für das Götze die Installation "Shoa" entwickelt hat. Im Verbindungsgang zwischen Synagoge und Gemeinderäumen sollen 26 Erd-Fresken an die jüdischen Opfer nationalsozialistischer Konzentrationslager erinnern, denen eine Grabstätte verwehrt worden ist. Gedruckt werden die aus den ehemaligen Lagern entnommenen Erden tatsächlich al fresco, auf frischen Putz, und nicht auf große Papierbahnen. Die bisher nur als Modell existierende Arbeit ist von großer konzeptueller Strenge; ungeachtet ihrer Dimensionen wirkt sie nicht monumental, sondern still und konzentriert. Sie will nicht überwältigen und sich auch metaphorisch nicht am Grauen der Lager messen lassen. Doch die ästhetische Qualität der Arbeit spielt für den Spiegel-Autor allenfalls eine Nebenrolle, folgerichtig ist sein Artikel auch nicht unter der Rubrik "Kunst", sondern unter "Denkmäler" platziert, irgendwo zwischen "Deutschem Eck", Hans Haacke und Peter Eisenman.

Ungleich lustvoller wird die Sparte Spott und Häme bedient. "Irgendwie mystisch-schamanisch", habe Götze seine Arbeit charakterisiert, während der Wind im Lager Buchenwald bei Weimar sein weißes Haar zerzauste. So schnell wird aus einem, dem Spekulativen eher abgeneigten Konzeptualisten ein sächsischer "tree-hugger" im Esoterikgärtlein der Gedenkkultur. Fast überflüssig zu erwähnen, daß die Zitate so arrangiert wurden, daß sie in neuer Zusammensetzung die gewünschte Tendenz herstellen.

"Was dem Spiegel an kritischer Potenz fehlt, versucht er durch inquisitorische Gestik zu ersetzen", hatte Enzensberger geschrieben. Rufmörderisch wird es dann, wenn Autor Kleinschmidt dem Künstler Götze und dem Unternehmensberater Stefan Shaw, der das "Shoa"-Projekt organisatorisch und logistisch begleitet, unterstellt, allein aus schnödem Erwerbstrieb zu handeln.

Nun ist es Götze und Shaw leider noch nicht so recht gelungen zu "raffen", da bisher für die Entwicklung und Vorbereitung des Projekt kein müder Euro geflossen. Am Ende werden - wenn es gut geht - die von einem Förderverein erst noch einzuwerbenden Mittel die immensen Unkosten halbwegs kompensieren.

Das eher stille "Shoa"-Projekt, das auf Reflexion und Meditation setzt, ist weder für eine ideelle, noch für eine materielle Ausbeutung des Nazi-Greuel geeignet. Doch Fakten wären ja nur hinderlich, wenn es darum geht, aus einem seriösen Künstler und seinem Berater geldgeile Profiteure der Holocaust-Industrie zu machen. Keiner der beiden ist übrigens Jude, wie uns der Spiegel-Autor süffisant und in fataler Nähe zur Lingua Tertii Imperii zu berichten weiß. Offenbar ist es ja noch unwürdiger, wenn es "Arier" sind, die sich "als professionelle Partner beim Thema Gedenken positionieren" wollen.


Andreas Kühne


Veröffentlicht in der "Antiquitäten-Zeitung" Nr. 8 vom 14. Aprill 2005 auf Seite 47



Nach jahrelangen Vorbereitungen habe ich in diesem Monat mit der Realisierung des SHOA-Projekts begonnen und die erste ERDE dafür in Buchenwald ausgegraben.

Die Arbeiten zu diesem Projekt werden bis zum Herbst 2006 andauern.

Zwischenergebnisse werden auf der SHOA-Seite dargestellt und laufend aktualisiert.


Ekkeland Götze, März 2005



Es ist nicht möglich,

die ERDE auf dieser Website anzufassen und die sinnliche Dimension der Terragrafien zu begreifen.

Es ist jedoch möglich,

Quellen, Fundstücke, Überlegungen, Erfahrungen zu dokumentieren und Abbildungen von Bildern zu zeigen,

die aus der Vision von einem Weltbild aus ERDE entstehen.


Ekkeland Götze im Februar 2005



Ich habe die Seite TRAUMINSTALLATIONEN neu gestaltet.

Darin stelle ich in lockerer Folge meine Lieblingsbilder vor.


Ekkeland Götze im Januar 2005