aktuell
terragrafie
projekte
vulkane
sumatra
segantini
puja
maka wakan
menabe
mission
das konzept
die reise
die missionen
die erdbilder
die berichte
das werk
london - paris
reis
rarámuri
pirosmani
europa
songlines
terroir
shoa
sinai
eisfeuer
go west
amazonas
kailas
afrika
aotearoa
london
amberger gelb
wein
salz
l'ocre
elefanten im schnee
todesstreifen
atlantis
dresden
værøy
terra di siena
die alpen
die berliner mauer
99 fotografien
installationen
ausstellungen
bücher
editionen
texte
galerien
links
vita
kontakt

mission - das konzept



Mission

Jesuiten auf der Baja California

Die Jesuiten gründeten im 17. Jahrhundert Missionsstationen im wilden Nordwesten Mexikos, das damals noch ein großer weißer Fleck auf der Landkarte war. Sie unterschieden sich von anderen Missionaren dadurch, dass ihnen der Erhalt der ursprünglichen Gemeinschaften am Herzen lag und sie die ansässigen indianischen Völker wirklich von der mitgebrachten Botschaft überzeugen wollten. Diese Wertschätzung einer anderen Kultur und das unbedingt eingehaltene Prinzip der Freiwilligkeit sind in dieser Zeit einzigartig. Sie waren bestrebt, die Urbevölkerung vor der Ausbeutung und der Versklavung durch die spanischen Konquistadoren zu schützen - beispielhaft dafür ist das Schicksal der Reduktionen in Paraguay und das Wirken des in Welschtirol geborenen Paters Eusebio Kino, der noch heute in Sonora und Sinaloa für sein segensreiches Wirken verehrt wird. Dieses Wirken führte neben anderen Gründen zum Verbot der Gesellschaft Jesu im Jahre 1773.

In dieser Zeit der Missionierung erforschten die Jesuiten die Sierra Madre, die Wüsten des amerikanischen Südwestens und entdeckten, dass die Baja California keine Insel ist. In diesem Land ohne Schatten waren die Bedingungen ungleich härter als auf dem Festland. Die Ernährung der Getauften war nur mit Hilfe der Festlandsmissionen möglich. Die eingeschleppten europäischen Krankheiten führten zu einem massenhaften Sterben der Urbevölkerung. In der Folge kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Spaniern und Einheimischen, der auch Missionen und Missionare zum Opfer fielen. Nach der Ausweisung der Jesuiten aus Mexico 1768 konnten nur einige Missionen von Franziskanern und Dominikanern übernommen werden, die anderen verfielen.

Die ERDE für dieses Projekt wird im Jahr 2014, dem zweihundertsten Jahrestag der Restauration des Ordens, an den zuerst gegründeten Missionsstationen der Jesuiten endlang des Camino Real auf der Baja California gewonnen. Die daraus entstehenden ERDBILDER würdigen das Engagement der Jesuiten und ihren wachen Forschergeist, der offen auf das Fremde und Unbekannte zuging.