aktuell
2011-2016
2004-2010
terragrafie
projekte
99 fotografien
installationen
ausstellungen
bücher
editionen
texte
galerien
links
vita
kontakt

EISFEUER

Island ist eine winzige Insel auf der dünnhäutigen Naht zwischen zwei riesigen, auseinander driftenden Kontinenten, ein Land zwischen der Alten und der Neuen Welt, unter dessen Eispanzer das Feuer der ERDE glüht.

Vor tausend Jahren, unter dem Eindruck gewaltiger, alles Leben auslöschender Vulkanausbrüche, wurde in Island die Edda aufgeschrieben, ein Epos über das Leben der Götter im germanischen Olymp und eine erstaunlich authentische Beschreibung der damaligen geologischen Ereignisse.
Bis heute prägt die Sagenwelt und das Leben mit dem Feuer die Menschen auf Island, dem Eisland. Das sensibilisiert ihren Umgang mit der ERDE in ganz besonderer Weise. Die Grenzen zwischen Mythologie und Realität sind fließend.

Das Terragrafie-Projekt schlägt einen Bogen von den alten Sagen zu den transzendenten und lebendigen Vorstellungen der Isländer heute und macht die unerschöpflichen Energien der ERDE sichtbar.


...Das ist ein Anfang einer Geschichte, ein Konzept für eine Projekt, die Ekkeland Götze aufgefasst und aufgeschrieben hat. Ekkeland Götze arbeitet an einem Bild der Erde, so sagt er es selbst.
Es sind genau die speziellen Geschichten und  Zusammenhänge die Ekkeland Götze an einen bestimmten Ort treiben, zu vorher bestimmten Fundorten also, um dort im Tiefen zu wühlen, ja im wahrsten Sinne des Wortes. Er entnimmt Erde, und tritt in Kontakt mit allem dort befindlichen Gegebenheiten; Menschen, Natur, Tiere, Geschichten und neue Erlebnisse mischen sich in den Blickwinkel.

Er transportiert diese Materie, die aus Erlebnissen und Erdgeschichtliche besteht; gleichsam als Geologe und Geograf spürt er akribisch-analytisch auf...

blättert, ja bricht das komprimierte Erdgefüge auf, samt der darauf passierten Geschehnisse.  Zu Hause im Atelier wird transformiert. Mit  Kalkmörtel und verschiedenen Untergründen, Papier und Material, mit geheimen Mechanismen, wird die Erde gewissermaßen konserviert und es entsteht mittels dieser eigens entwickelten TERRAGRAFIE ein Erdbild.

Ekkeland Götze kommt mit diesem Projekt in der ganzen Welt umher, von allen Kontinenten und entlegensten Orten bringt er Erdgeschichten mit. Wäre er nicht ein Künstler dann könnte man meinen er ist ein Alexander von Humboldt.

Als Kind wuchs er in Dresden  auf und es war sein größter Wunsch in die Welt zu reisen und Künstler zu sein. Er las oftmals verbotenerweise unglaublich viel und viele Reiseliteratur. Nun ist ER derjenige, der wie ein Indianer erzählen kann und die tiefen Gründe des Lebens erspürt. Mythologien vermischen sich mit gegenwärtiger Zustandsbeschreibung, der jeder menschlichen tierischen  Seele einer Spur erkannt und beigemessen wird. Ursprünge Zusammenhänge verdichten sich eigensinnig in der greifbaren Erde als Grundlage. Eine Verquickung von Geschichte und Gegenwart macht sich in der Terragrafie sichtbar.

Ekkeland Götze ist ein Wissenschaftler, Geologe, Geograf, ein Reisender, ein Geschichtenerzähler, einer der hoch auf die Berge steigt, ein Indianer, ein Kosmoskünstler.
Bereits weltweit stellte er mit seinen Erdbildern aus. Heute hier in Starnberg ganz herzlich willkommen, schön, dass wir Dich bei uns begrüßen dürfen.

Katharina Kreye