aktuell
terragrafie
projekte
stromboli
jallikattu
vulkane
sumatra
segantini
puja
maka wakan
menabe
mission
london - paris
reis
arles
rarámuri
pirosmani
europa
songlines
terroir
shoa
sinai
eisfeuer
go west
amazonas
kailas
afrika
aotearoa
die terragrafien
die fundstellen
die schöpfung
te ara pounamu
ruaumoko
kokowai
manawatu
mt. ruapehu
die reise
die edition
das werk
london
amberger gelb
wein
salz
l'ocre
elefanten im schnee
todesstreifen
atlantis
dresden
værøy
terra di siena
die alpen
die berliner mauer
99 fotografien
installationen
ausstellungen
bücher
editionen
texte
galerien
links
vita
kontakt - impressum

aotearoa - die schöpfung


Im Anfang war das Nichts,


welches nicht Nichts war

Te Kore - das Nichts

Te Kore-te-Whiwhia - das Nichts, das dauerte

Te Kore-te-Rawea - das Nichts, das nichts empfand

Und weitere Nichts

Nichts, gefüllt mit Kraft und Energie


Darauf vereinigten sich die Urstoffe des Universums und schufen

Te Po - die unendliche Dunkelheit

Te Po-Nui - die große, weite Nacht

Te Po-Roa - die endlose Nacht

Te Po-Kitea - die unergründliche Nacht

Te Po-Uriuri - die Nacht der tiefsten Empfindung

Te Po-Tiwhatiwha - das unermeßliche Dunkel

Te Po-Tangotango - das ewige Dunkel

Und so fort vom Zehnten, zum Hundertsten, zum Tausendsten


Te Po, jene energiegeladene, elementare Dunkelheit, war so gewaltig im Reißen und Fügen, von Veränderung, Bewegung und Bewußtsein erfüllt, daß sie gleichsam greifbar war. Aus diesem Nichts gingen Himmel und Erde hervor, die noch eins waren.

Rangi-nui, der Himmel, und Papa-tu-a-nuku, die Erde, lagen eng umschlungen und zwischen ihnen lagen die Kinder, die sie gezeugt hatten, und alle lagen sie da in tiefster Finsternis. Später wurden die Kinder des Himmels und der Erde, gefangen in der Dunkelheit, unzufrieden mit ihrem Dasein. Sie sehnten sich nach dem Licht, das sie außerhalb der elterlichen Umarmung wähnten. Sie versuchten vergeblich, die Eltern zu trennen. Dann versuchte es Tane-mahuta, der spätere Gott des Waldes. Er preßte Kopf und Schultern gegen seine Mutter, die Erde, stieß mit Beinen und Füßen den Vater und stemmte ihn Stück für Stück nach oben. Die miteinander verbundenen Sehnen Papas und Rangis zerrissen schließlich, ihr Blut ergoß sich in Strömen und sie schrien auf in ihrem Schmerz. Tane ließ jedoch erst ab, als der Himmel hoch über und die Erde tief unter ihm waren. Auf diese Weise kam Te Ao Marama, die Welt des Lichts, zu allen Kreaturen und die Kinder nahmen ihre Arbeit auf, als Wächter und Bewahrer der Natur.