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Roseggletscher

 

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Der Roseggletscher (rätoromanisch Vadret da Roseg) ist ein Gletscher an der Nordseite der Berninagruppe im Kanton Graubünden. Im Jahr 2012 wurde eine Länge von 3,6 km ermittelt. In seinem Nährgebiet ist der Gletscher mit dem östlich liegenden Sellagletscher (Vadret da la Sella) verbunden. Beide Gletscher zusammen bedeckten 1991 eine Fläche von rund 8,8 km².

Das Nährgebiet des Roseggletschers liegt auf etwas über 3500 m ü. M. am Felskamm zwischen Piz Glüschaint und Dschimels (italienisch: I Gemelli), über den die Grenze zwischen Italien und der Schweiz verläuft. Der Sellagletscher beginnt unterhalb der steilen Westflanke des Piz Roseg und der an Nordseite des Piz Sella. Beide Gletscher erstrecken sich nach Norden ins Val Roseg.

Die einzelnen Zungen des Roseg- und des Sellagletschers reichen (Stand 2018) etwa bis zur Geländekante über dem Lej da Vadret, in den mehrere Gebirgsbäche mit Schmelzwasser aus dem Gletscher münden. Der Lej da Vadret, ein sogenannter Zungenbeckensee, ist ungefähr 1500 m lang und 300 m breit. Er entstand Mitte des 20. Jahrhunderts, als sich der Roseggletscher und der nordöstlich davon liegende Tschiervagletscher sich trennten. Hinter der ehemaligen Mittelmoräne, der orografisch linken Seitenmoräne des Tschiervagletschers, bildete sich in der Folgezeit der See. Im August 1954 stieg der Wasserspiegel des Sees aufgrund von Schneeschmelze und starker Regenfälle rasch um 85 Zentimeter an. Am Seeauslauf kam es daraufhin zu starker Erosion und die zusätzlichen Wassermassen flossen über den Rosegbach, Flaz und Inn rasch ab, bis sich der Wasserspiegel wieder etwa auf das ursprüngliche Niveau gesenkt hatte. Die grossen Hochwasserschäden im Oberengadin während des Sommers 1954 sind zum Teil dadurch verursacht worden.
In der Kleinen Eiszeit reichten Roseg- und Tschiervagletscher bis in die Nähe des heutigen Hotels Roseg.
Am Hang westlich des Roseggletschers auf einer Höhe von 2610 m befindet sich die Chamanna Coaz, eine Hütte des Schweizer Alpen-Clubs.


◼︎ Wikipedia