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Maka Wakan

Heilige Erde - Sioux - 2015

Bei vielen Terragrafie-Projekten auf allen Kontinenten der ERDE habe ich mit indigenen Völkern zusammengearbeitet. Ich bin Menschen begegnet, die wissen, dass die ERDE unsere Mutter und Heimstatt ist.

Durch einen persönlichen Kontakt ergab sich im Sommer 2015 die Möglichkeit, ein Terragrafie-Projekt mit den SIOUX im Herzen ihres Landes rund um die Black Hills zu realisieren. Mit einem Volk, dessen Leben, Kultur und Schicksal mich seit meiner Kindheit interessieren und faszinieren. Chief Arvol Looking Horse, Hüter der Heiligen Büffelkalb-Pfeife in 19. Generation, gab mir dafür seinen Segen.

Zusammen mit dem Medizinmann Jim Miller Ironcloud aus der Pine Ridge Indian Reservation gewann ich ERDE in North und South Dakota, Minnesota, Montana und Wyoming. Ich grub ERDE an Orten, die für die Lakota, Dakota, Nakota, Cheyenne und andere Prairie-Indianer bedeutsam und seit Urzeiten heilig sind. An historischen Plätzen, die das Schicksal der SIOUX besiegelten, und an Stellen, die ihre Lebensweise heute prägen. Die genauen Orte wurden durch eines der sieben heiligen Rituale der Lakota in der Schwitzhütte von Jim Miller bestimmt.

Die bis Ende des Jahres 2015 entstandenen Terragrafien erzählen von der außergewöhnlichen Spiritualität und Kultur dieses Volkes. Diese, und die Wut über die heutigen Lebensverhältnisse dieser Menschen inspirierten mich, einige der Terragrafien mit ERDE zu untermalen.

Unsere Vorfahren haben versucht,
unseren heiligen Platz, die HEILIGEN BLACK HILLS in South Dakota,
das HERZ VON ALLEM, WAS IST, 
vor Zerstörungen zu schützen. 
Unsere Vorfahren haben diesen Ort nie aus der Perspektive eines Satelliten gesehen, doch heute, wo solche Bilder möglich sind, sehen wir, dass die HEILIGEN BLACK HILLS 
den Umriss eines Herzens haben, und bei schneller Bewegung sehen sie aus wie ein schlagendes Herz.

(Arvol Looking Horse)

Before our white brothers came to civilize us we had no jails. Therefore we had no criminals. You can't have criminals without a jail. We had no locks or keys, and so we had no thieves.

If a an was so poor that he had no horse, tipi or blanket, someone gave him these things. We were to uncivilized to set much value on personal belongings. We wanted to have things only in order to give them away.

We had no money, and therefore a man's worth couldn't be measured by it.

We had no written law, no attorneys or politicians, therefore we couldn't cheat.

We really were in a bad way before the white men came, and I don't know how we managed to get along without these basic things which - we are told - are absolutly necessary to make a civilized society.

(Tȟáȟča Hušté - Lame Deer)